Klasse 6a orientiert sich im Berufsleben

Die Klasse 6a von Frau Herfurth hat sich verschiedene Berufsfelder angeschaut und Reportagen dazu geschrieben. Im Fokus standen die Feuerwehr, die Bahn, die Polizei, der Lehrerberuf, Restaurants und das Tierheim. Lesen Sie hier die spannenden Berichte der 6.-Klässler.

Besuch bei der Feuerwehr in Ingelheim

Du hörst laute Sirenen und plötzlich wird alles in blaues Licht getaucht, was kann das sein? Die Polizei, der Krankenwagen, oder….. die Feuerwehr bei einem Einsatz! Die Feuerwehr rettet auf der ganzen Welt und unter allen Bedingungen Leben, löscht Brände und ist sogar bei Hochwasser aktiv. Wie ist es so als Feuerwehrmann/-frau? Diese und andere Fragen stellten wir den Feuerwehrleuten in der Feuerwehr Ingelheim.

An einem kalten Tag, dem 19.12.2023 machte sich unsere Tischgruppe aus der 6g, die aus Kimon, Dmytri, Karl, Erfan und Daniel besteht, mit den Paten Vasil und Matthes auf den Weg zur Ingelheimer Feuerwehr. Wir klingelten an dem riesigen Einfahrtstor und eine nette Frau machte uns extra das riesige Tor auf und wartete, bis ein Feuerwehrmann zu uns kam und uns in einen Raum führte, wo wir mit ihm ungestört das Interview führen konnten.

Wir hatten viele Fragen, die wir dem Feuerwehrmann stellten. Hier ein paar Beispiele. Unsere erste Frage war: Welche Art von Einsatz wird am meisten gemeldet? Der nette Feuerwehrmann (er heißt Jendrik Kloos) antwortete: „Das ist eigentlich leicht zu beantworten. Es sind meistens zwei verschieden Arten von Einsätzen, die oft gemeldet werden.

Bei 400 Einsätzen pro Jahr sind die meisten wie erwartet ein Alarm einer automatischen Brandmeldeanlage, also ein Feuer, das durch eine automatische Anlage gemeldet wird. Was auch oft gemeldet wird, nennt die Feuerwehr „Person hinter verschlossener Tür“. Das bedeutet, dass eine Person sich in einer Wohnung aufhält und z.B. so krank oder verletzt ist und dass sie die Tür nicht aufmachen kann. Die Aufgabe der Feuerwehr ist es, dem Rettungsdienst die Tür zu öffnen.

Die nächste Frage war ein bisschen persönlich, denn sie lautete: Warum sind Sie Feuerwehrmann geworden? Jendrik K. erzählte, dass er als Kind ein Feuerwehrbuch bekommen hatte und mit 16 Jahren in die freiwillige Feuerwehr eingestiegen und dann richtiger Feuerwehrmann geworden ist.

Nach dem Interview führte Jendrik K. uns im ganzen Feuerwehrhaus herum. Uns fiel auf, dass fast in jedem Raum und fast in jedem 4. Flur ein riesiger Bildschirm hing, wo Informationen standen über die Uhrzeit und wie viele Einsatzkräfte erreichbar und in der Feuerwache sind. Überall war es schön warm und es hing natürlich auch überall ein Feuerwehrmelder.

Zuerst gingen wir in dir Zentrale, wo es mind. vier Bildschirme und zehn Computer gab, also sehr viel Technik. Anschließend liefen wir durch sehr viele Gänge, die alle irgendwie gleich aussahen, und gingen dabei sogar an echten Rutschstangen vorbei. In jedem Gang und im jeden Raum gab es die gleichen Wände, Böden und Decken. Nachdem wir uns ein paar Ausbildungsräume angesehen hatten, führte uns J. Kloos in einen Fitnessraum, neben dem noch eine Sauna war. Die Sauna ist dafür da, dass die Feuerwehrleute nach einem Einsatz den Ruß und Dreck ausschwitzen können.

Der Feuerwehrmann, der auch Bootsleiter ist, führte uns sogar dorthin, wo üblicherweise keine Besucher hin dürfen. Wir liefen den Feuerwehrturm hoch. Wir alle hatten ein bisschen Grummeln im Bauch, denn der Turm war 5 Stockwerke und 26m hoch! Die meisten Leute denken jetzt wahrscheinlich, dass der Turm für das Trocknen der Schläuche dient.

Doch in der Feuerwehrwache Ingelheim ist das anders. Der Turm ist für Übungen da, denn nachdem wir den Turm hinuntergestiegen waren, wurden wir in einen langen und kühlen Raum geführt, indem es ein bisschen nach Waschmittel roch. In diesem Raum stand ein schmales, langes Becken, das wie ein langer, silberner und unförmiger Tisch aussah. In diesem Becken wurden die Schläuche nach jedem Einsatz gesäubert und nach Lecks untersucht.

Als wir uns den „Waschraum“ angesehen hatten, wurden wir an einem Speise-/ Beschäftigungsraum vorbeigeführt und schauten auch in Räume hinein, in denen die Schutzanzüge, wie die Schläuche, nach jedem Einsatz gewaschen und überprüft werden. Jendrik K. führte uns noch durch ein paar Gänge, wobei er uns erzählte, dass alle Anrufe aus dem Landkreis Mainz-Bingen in der Feuerwehrzentrale Mainz empfangen werden und dann an den entsprechenden Ort weitergeleitet werden. Dabei stellte sich heraus, dass fast jeder dritte Anruf in Mainz fake ist.

Nachdem wir durch etliche Gänge geleitet wurden, kamen wir endlich in eine große Halle, wo insgesamt 21 Fahrzeuge von 32 Stellplätzen standen. Der Feuerwehrmann führte uns einmal in der Halle herum, wobei wir zwei Boote, drei Geländewagen, 2zwei Wagen, die Container schleppen, und anderen große und mit Multifunktionen ausgestattete Einsatzfahrzeuge bestaunten.
Zum Schluss wollten wir noch wissen, ob Feuerwehrmänner/- frauen auch Abzeichen wie die Polizei haben und was sie bedeuten.

„Ja, die Feuerwehr hat tatsächlich Abzeichen“, erklärte J. Kloos, „Wenn man in der freiwilligen Feuerwehr ist, bekommt man ein Abzeichen mit einem roten Feuerwehrmann. Irgendwann kriegt man sogenannte „Pommes“. Es werden je nach Erfahrungszeit immer mehr Striche und sie ändern auch die Farbe, z.B. bedeutet eine rote Pommes die Besoldungsstufe A7. Jendrik Kloos hat zwei Silberne Pommes, also die Besoldungsstufe A10.

Nachdem wir uns unsere Sachen geholt hatten, bedankten wir uns sehr für die ausführliche Führung und das Interview und liefen wieder zurück zum Sebastian Münster Gymnasium. Es war ein sehr spannender Besuch bei der Feuerwehr in Ingelheim!


Besuch bei der Bahn

Nerven lassen am Bahnsteig

Die Deutsche Bahn sollte eigentlich für Verlässlichkeit und Pünktlichkeit stehen, oder nicht? Eher nicht, denn die veraltete Infrastruktur, Personalmangel und Streiks belasten die Bevölkerung täglich. Dauernd steht man am Bahnhof und fragt sich, wie man wieder nach Hause kommt oder überhaupt noch irgendwo hin. Für uns Schülerinnen und Schüler ist es besonders nervig: Ständig kriegt man Klassenbucheinträge, weil man wieder zu spät gekommen ist. Wird sich daran irgendwann etwas ändern?

Wir, vier Schülerinnen und Schüler der Klasse 6g, haben am Dienstag, den 12.12.23 das Reisezentrum der Deutsche Bahn in Ingelheim besucht und einen Mitarbeiter interviewt. Er muss aufgrund der Bestimmungen der DB anonym bleiben. Wir begannen erst einmal mit allgemeineren Fragen, z.B. welche Gründe es für die vielen Verspätungen gibt.

Die Antwort war, dass es unterschiedliche Gründe gibt. Z.B sei das 9-Euro -Ticket zwar eine gute Idee gewesen, um die Leute vom Auto wegzubringen, jedoch seien dadurch die Züge oft so voll, dass man kaum noch rein und raus gekommen sei und die Türen nicht mehr geschlossen werden konnten. Dies führte zu Verspätungen und damit zu längerem Warten am Bahnhof – also noch keine super Idee.

Apropos, Warten am Bahnhof: Neben dem trödeligen Ein- und Aussteigen sind die häufigsten Gründe dafür, dass erstens ein Zug zu spät bereit gestellt wurde, zweitens der Zugführer kurzfristig erkrankte oder drittens der Wecker wieder zu spät geklingelt hatte. Lokführer sind halt auch nur Menschen. Menschen, die allerdings momentan sehr viel streiken, was für uns oft ganz schön nervig ist (siehe oben).

Am 10.01. (einem Streiktag) waren wir wieder am Bahnhof Ingelheim und fragten ein paar Reisende nach ihrer Meinung zur Situation. Eine Dame meinte, dass die Züge vor 10 Jahren viel pünktlicher gewesen seien als jetzt, jedoch habe es schon vor 5 Jahren mit den Verspätungen angefangen. Also nichts wirklich Neues.

Wir fragten unseren Mitarbeiter bei der Deutschen Bahn, woran es wohl liegen könnte, dass die Züge früher pünktlicher waren als heute. Seiner Einschätzung nach liegt es an der veralteten Infrastruktur, Personalmangel und dem großen Streckennetz Deutschlands und es würde sehr viel Geld kosten, alles zu modernisieren oder zu erneuern. Außerdem sei auch sehr viel an der Technik gespart worden, was dazu führte, dass die Türen oder auch andere technische Geräte langsamer schließen. Man müsste halt viel mehr Geld investieren, um die veralteten Züge erneuern.

Anschließend stellten wir eine Frage zu einem ganz anderen Thema: Was macht man als Lokführer oder Lokführerin, wenn ein Mensch auf den Gleisen steht? Er antwortete, dass die Lokführer sofort den Zug anhalten und warten müssen, bis die Person weggeht oder weggebracht wird. Falls man den Zug nicht rechtzeitig stoppen kann und der Mensch überfahren wird, führt das bei den Lockführern zur psychischen Belastungen, aber es gibt einen psychologischen Dienst, den man um Hilfe bitten kann.

Unser nächstes Thema war der Umgang mit Kritik. Wenn Züge ausfallen oder sich sehr verspäten, sind die Reisenden natürlich sehr ärgerlich und möchten gern ihren Frust loswerden – am besten am nächsten Schalter, wo ein armer Bahnmitarbeiter sitzt, der sich das ganze Gemecker dann anhören muss. Wie geht man mit der heftigen Kritik um? Die Antwort war, dass man sich schon vorher darüber klar sein sollte, dass man in dem Beruf mit viel Kritik zu tun haben wird. Er meinte aber auch, dass manche Kritik unberechtig sei und man müsse lernen, trotzdem freundlich zu bleiben.

Wir hoffen, wir konnten auch für euch ein paar Fragen klären und selbst wenn es nichts daran ändert, dass wir auch weiterhin manchmal zu spät zur Schule kommen, so haben zumindest etwas dazugelernt.


Besuch bei der Polizei

Tatort Polizei: Wie gefährlich ist die Arbeit als Polizist oder Polizistin? Das haben sich bestimmt schon viele gefragt. Wir haben ein Interview mit einem Polizisten der Polizeistation Ingelheim geführt und viel Spannendes erfahren, unter anderem auch, dass sich Privatleben und Beruf manchmal vermischen.

Am 19.12.2023 sind wir, drei Schüler des SMG, zur Polizeistation Ingelheim gelaufen, um ein Interview zu führen. Auf dem Weg war es sehr kalt, doch wir liefen weiter, bis wir endlich an unserem Ziel ankamen. Wir waren etwas nervös, doch Solea traute sich und drückte auf den Knopf.

Ein freundlicher Herr in Uniform ließ uns rein und wir folgten ihm in ein Büro, wo wir das Interview durchführten. Wir hatten viele Fragen, die er uns bereitwillig beantwortete, hier stellen wir euch ein paar vor.
Z.B. wollten wir wissen, ob er schon attakiert oder beleidigt worden sei, woraufhin er antwortete: „Ja, wir wurden schon oft auf Straßen oder Veranstaltungen beleidigt als, z.B. sch**s Bullen. Wir wurden aber auch schon von hinten angesprungen oder sogar beworfen.“

Wir fragten auch, ob Polizisten im Privatleben anders behandelt werden, worauf er antwortete, dass sich Privatleben und Arbeit schon oft vermischen, zum Beispiel erzählte er, dass, wenn er mit Freunden draußen sitzt und jemand über eine rote Ampel fährt, ihm schon gesagt wurde: „Nimm den mal fest, der ist über rot gefahren!“

„Werden weibliche und männliche Polizisten anders behandelt?“ wollten wir noch wissen und er antwortete: „Eigentlich nicht, sie werden nicht anders behandelt, aber anders empfunden. Wenn wir z.B. mit einem Kriminellen reden, verhält er sich Frauen gegenüber ruhiger als Männern gegenüber.“
Wir haben uns sehr gefreut, dieses Interview führen zu dürfen und es war sehr spannend in der Polizeiinspektion in Ingelheim.

Solea Garcia Cerezo, Maryam Jafari, Adnan Zahed und Bogdan Cocioug.


Interviews mit Lehrerinnen und Lehrern

Traumberuf Lehrerin?

Überall in den Medien ist gerade zu lesen, dass es viel zu wenige Lehrer gibt und es für die Zukunft zu einem echten Problem werden wird, weil auch keine jungen Leute mehr Lust auf den Job haben. Warum ist das so? Lehrer haben doch total viel Ferien und nachmittags frei – wo kommt der Stress her?
Wir, vier Schüler des SMG, haben nachgefragt und ein paar unserer Lehrerinnen interviewt.

Besonders interessierte uns die Frage, was am Lehrberuf am anstrengendsten ist. Wir vermuteten, dass es entweder die Vorbereitung des Unterrichts oder das Korrigieren ist. Nachdem wir einige Lehrerinnen und Lehrer befragt haben, kam dies dabei heraus: Die meisten finden das Korrigieren am unangenehmsten, die Vorbereitung des Unterrichts ist dagegen nicht so schlimm.

Überrascht hat uns, dass die Lehrer nicht die Kinder als das Stressigste für sie genannt haben – dabei finden wir unsere Mitschüler manchmal selbst nervig.
Uns interessierte natürlich auch, warum man überhaupt Lehrer oder Lehrerin werden möchte, also, macht das wirklich Spaß?

Erstes INTERVIEW

Ivan: Was ist das Schlimmste, was sie in einer Klasse erleben?
Frau Herfurth: Es ist schlimm zu sehen, wenn ein Kind ausgeschlossen wird und alleine steht. Man kann natürlich versuchen, daran etwas zu ändern, mit der Klasse arbeiten und so, aber das hilft nicht immer und dauert auch seine Zeit.

Ivan: Und was machen sie am Nachmittag, wenn sie frei haben?
Frau Herfurth: Wenn ich mal wirklich frei habe, dann mache ich sowas wie Haushalt oder bin mit meinen Tieren unterwegs. Aber häufig korrigiere ich Klassenarbeiten oder bereite den Unterricht vor. Es gibt auch oft Konferenzen oder Treffen mit Arbeitskreisen.

Ivan: Gab es einmal einen Moment, an dem sie gedacht haben, dass sie vielleicht kündigen wollen?
Frau Herfurth: Nein, ich habe noch nie darüber nachgedacht, zu kündigen, weil der Beruf viel Spaß macht. Er ist sehr abwechslungsreich, weil man ja auch in ganz verschiedenen Klassen unterschiedliche Themen unterrichtet und sich auch noch in anderen Bereichen engagieren kann.

Ivan: Wollten sie schon seit ihrer Kindheit Lehrerin werden und wenn ja, warum?
Frau Herfurth: Eigentlich wollte ich Tierärztin werden, aber meine Noten waren nicht gut genug. Dann habe ich angefangen auf Lehramt zu studieren und die Praktika in der Schule fand ich toll. Also bin ich dabeigeblieben und jetzt bin ich sehr froh darüber.

Zweites INTERVIEW

Daria: Frau Gieseler, sind Sie traurig, dass Sie jetzt in den Ruhestand gehen und nicht mehr jeden Morgen in die Schule kommen müssen?
Fr. Gieseler: Also traurig, dass ich jeden Morgen früh aufstehen muss, das bin ich nicht. Ich freue mich aber, dass ich länger schlafen kann und nicht durch den dunkeln Wald radeln muss. Aber ansonsten ist es ein komisches Gefühl und eigentlich würde ich lieber weiter Schülerinnen und Schüler unterrichten.

Asya: Wie lang haben Sie am SMG gearbeitet?
Fr. Gieseler: Auf den Tag genau 10 Jahre, vorher war ich in anderen Schulen, z.B. in Mainz, in der Pfalz und in der Waldorfschule.

Daria: Haben Sie schon Pläne, wie Sie die neue Freizeit füllen werden?
Fr. Gieseler: Ja, habe ich. Und ich werde viel Zeit haben und werde versuchen, mich in meinem Ortsteil zu organisieren und das in verschiedenen Gruppen.

Asya: Was werden sie an der Schule vermissen?
Fr. Gieseler: Die vielen netten Klassen, wie z.B. die Klasse 6g, und den Französisch-Unterricht. Die Begeisterung für Französisch wecken oder auch für Spanisch und Sport natürlich, wenn jemand einen Handstand lernt, den er vorher nicht konnte, das werde ich schon vermissen. Die Kolleginnen und Kollegen werde ich jetzt nicht mehr jeden Tag sehen, das finde ich auch schade. Außerdem werde ich meinen Fahrradschulweg vermissen, denn ich bin jeden Tag durch die Natur geradelt, das werde ich natürlich jetzt nicht mehr. Und die Schule weiterzuentwickeln, das wird mir auch fehlen. Wie können Kinder gut mit den neuen Medien lernen, das wird sich alles komplett ändern, da hätte ich gerne noch ein bisschen mitgewirkt.

Daria: Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?
Fr. Gieseler: Ja, ich weiß nichts anderes, ich habe mich schon immer für Französisch und Frankreich und für Spanien und Sport interessiert, deswegen konnte ich nur noch Lehrerin werden.
Asya: Das war‘s schon! Danke für das Interview.
Das hört sich doch alles gar nicht so schlecht an – vielleicht finden sich ja doch noch wieder mehr junge Leute, die Lehrer oder Lehrerin werden wollen!


Restaurants

Wo gibt es die besten bezahlbaren Snacks in Ingelheim? Was würden wir ohne unsere vielen Restaurants in Ingelheim machen? Mal einen Döner, eine Bratwurst oder eine Pizza – das ist doch lecker oder etwa nicht?

Doch sind die Preise noch angemessen oder ist einfach viel zu teuer? Im letzten Jahr hat die Inflation gewütet und die Preise sind auch in der Gastronomie sehr gestiegen. Trotzdem machen sich in jeder Mittagspause viele Schülerinnen und Schüler auf den Weg in die Innenstadt, um sich dort etwas zu Essen zu holen.
Wir, vier Schüler der Klasse 6g, wollten herausfinden, für welche Altersstufe welche Imbisse am ehesten infrage kommen und mit welchen Kosten die Schüler rechnen müssen.

Getestet wurden drei Imbisse in der Ingelheimer Mitte: Nefis Café, Best Worscht und my Döner. Zu allererst waren wir bei „Bestworscht in Town“, wo wir auf unser Fragen viele gute Antworten bekamen. Der befragte Chef der Filiale meinte, dass am Tag circa 25 bis 30 Schüler den Weg zu seinem Restaurant auf sich nehmen. In der Woche sind es also ca. 150 Schüler, die im Durchschnitt 12-15 Jahre alt sind.

Bei „Bestworscht“ fangen die Einzelgerichte bei 4,50 Euro an und enden mit 8,70 Euro, außerdem gibt es vier Hauptmenüs, die von 10,90 Euro bis 15,40 Euro nicht grade günstig für eine Schülerin oder einen Schüler sind. Aus diesem Grund ist die Schülerbox, die „nur“ 7,69 Euro kostet und somit eine bezahlbare Option für manche Schülerinnen und Schüler ist, unsere Empfehlung.

Als nächste Station stand „my Döner“ auf unserer Liste. Dort konnte man uns zwar keine Zahl nennen, wie viele Schülerinnen und Schule in der Woche dort essen, aber es handelt sich dabei wohl eher um ältere Schüler. Die Preise sind auch ziemlich hoch, doch der Chef von “my Döner“ könnte sich vorstellen, dass er ein Schülersparmenü für Schüler in die Speisekarte aufnehmen würde, wenn mehr kommen. Das wäre ein klasse Angebot, da ein Döner mittlerweile 7 Euro und ein Dönerteller sogar 12 Euro kostet.

Bei „Nefis Café“ kommen am Tag 60-70 Schüler und zwar eher jüngere im Alter von 12-15 Jahren. Das beliebteste Essen dort ist die Dönerbox. Bei „Nefis Café“ gibt es Pizza, Pasta, Döner und Burger, also ist für jeden Geschmack etwas dabei und es gibt neun Menüs zur Auswahl. Die Preisspanne erstreckt sich allerdings von 9,50 Euro bis 13,50 Euro, was wirklich nicht günstig ist. Bei den Einzelgerichten fängt es bei dem Mini Döner für 5 Euro an und endet bei dem übertrieben teuren Gemischten Grillteller für 22 Euro. Aber der Mini Döner ist eine gute Idee, der normale ist ja auch manchmal zu viel.

Dies war unsere Vorstellung der beliebtesten Restaurants für Schülerinnen und Schüler in Ingelheim. Vielleicht hilft es euch bei der Wahl, wenn ihr das nächste Mal in die Innenstadt geht.

Ben, Paul, Leonard, Lounés


Das Tierheim

Kennt ihr das Tierhelferheim Ingelheim? Nein? Dann stellen wir es euch hier in diesem Artikel vor.

Viele Kinder wünschen sich zu Weihnachten ein Haustier, manche bekommen es dann auch und ein paar Wochen später stellen die Eltern fest, dass sie nicht genug Zeit haben oder das Geld nicht reicht. Dann wollen viele das Tier wieder loswerden und geben es in ein Tierheim. Uns interessiert, wie es den Tieren im Tierheim geht und wie groß die Chancen sind, dass sie wieder ein neues Zuhause finden.

Am 11.12.23 ging eine unserer Reporterinnen zum Tierhelferheim Ingelheim (Außenliegend 145, 55218 Ingelheim am Rhein), um dort ein Interview zu führen. In ihrem Interview stellte sie folgende Fragen: Welche Tiere werden hauptsächlich abgegeben? Die Antwort darauf war, dass am meisten Hunde abgegeben werden, es aber auch einige Katzen und Kaninchen dort gibt.

Außerdem stellte sie die Frage, woher das Futter für die Tiere kommt. Die Antwort lautete: “Meistens wird das Futter direkt gespendet, doch wenn es zu wenige Spenden gibt, kauft das Tierheim es selber. Grünfutter kauft es immer selbst.“

Ach ja, stimmt, wir haben in manchen Supermärkten große Boxen gesehen, in die man Futter legen kann. Dies essen dann also die Tiere im Tierheim. Unsere Reporterin fragte auch, wie viel man als Mitarbeiter in einem Tierheim verdient. Ihr wurde gesagt, dass man auf jeden Fall nicht reich wird, aber dass es zum Überleben reiche.

Nun wollten wir natürlich auch wissen, welche Tiere sich am besten vermitteln lassen und was man dafür tun muss, um eines mit mach Hause nehmen zu dürfen.

Hier lautete die Antwort, dass die kleineren Tiere am schnellsten neue Besitzer finden, so sei etwa die Nachfrage nach Katzen und Kaninchen am größten. Bei Hunden sei es schwieriger, weil die Haltung auch schwieriger ist. Aber man kann nicht einfach ein Tier mitnehmen, sondern muss sich erst gut vorstellen und beweisen, dass man dem Tier ein gutes Zuhause bieten kann. Meistens schauen sich die Mitarbeiter das dann auch an. Man muss auch eine Schutzgebühr bezahlen: Die Hunde kosten 360€, die Katzen 120€ und die Kaninchen 45€.

Leider können nicht alle Tiere vermittelt werden, die bleiben dann im Tierheim, z.B. gibt es ein paar Hunde, die schon seit Jahren dort leben und dort ein Zuhause, in dem es ihnen gut geht, gefunden haben.

Uns hat das Tierheim sehr gefallen, denn es war interessant und spannend zu sehen, wie die Tiere dort leben. Geht doch auch einmal vorbei und schaut es euch an. Am besten nehmt ihr eine Spende mit, denn es kostet alles sehr viel Geld und so kann man einen kleinen Beitrag leisten, dass es den Tieren gut geht.

Liana, Nora, Justus, Sewa, Julian aus der 6a