Sehr lecker: ein tierleidfreies Frühstück im Unterricht

Ein großes, vielfältiges Frühstücksbüffet war Inhalt des Ethikunterrichts der 8a/b. Dies war aber keine „Chill-Einheit“, sondern regulärer Teil des Unterrichts.

Im Ethik-Lehrplan der 8.Klasse ist das Thema „Verantwortung für Tiere“ vorgesehen. Dazu haben wir auch darüber diskutiert, ob Fleischessen moralisch vertretbar ist und dass wir unterschiedliche Tierarten ganz unterschiedlich schützen: Ratten und Motten haben schlechtere Chancen als Hunde. Um Tierschutz in den Lebensalltag „hineinzuholen“, können wir einiges tun, auch wenn viele von uns keine verlassenen Tiere großziehen können: Wir achten mehr darauf, was wir kaufen und konsumieren, vor allem bei den Lebensmitteln.

Aber auch wenn wir auf Fleisch verzichten, kann unser Essen und Trinken dennoch Tierleid verursachen. Hier sind vor allem sämtliche tierischen Lebensmittel aus Massentierhaltung zu nennen, die oft billiger sind. Denn die Kuhmilch gehört eigentlich den Kälbern, die dann von den Müttern getrennt werden und mit verdünnter Milch vorlieb nehmen müssen. Dies gilt dann auch für alles, was aus Milch hergestellt wird: Käse, Joghurt, Sahne, Butter, Eis usw. Eier sind dagegen nicht automatisch mit Tierleid verbunden, hier kommt es auf die Haltung und den Umgang mit den männlichen Küken an. Glücklicherweise sind die Preisunterschiede nicht mehr groß, und viele pflanzliche Lebensmittel (z.B. Hafermilch, Pflanzenbutter) sind inzwischen billiger als die tierischen Entsprechungen.

Der Philosoph Bentham hat als erster bereits im 19. Jahrhundert Tiere als leidensfähige Wesen erklärt, nachdem sie zuvor als biologische Maschinen bzw. als Material gesehen wurden. Albert Schweitzer dagegen, 1875 geboren, war der erste bekannte konsequente Vegetarier. Bei unserem Frühstück haben wir gelernt, welche tierischen Lebensmittel problemlos durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden können. Dabei kamen die pflanzliche Nuss-Nougat-Creme, die pflanzliche Butter und Charlottes vegane Cookies besonders gut an. Der vegane Käsescheiben-Ersatz hingegen unterscheidet sich so stark vom konventionellen, dass fast niemand ihn mochte, der Frischkäse dagegen schmeckte den meisten besser. Auf jeden Fall hat jeder von uns einige neue vegane Lebensmittel kennengelernt, und manche davon werden vielleicht in Zukunft häufiger verzehrt – das wären good news für viele Tiere.

Text/Fotos: Bettina Buchner

Und hier Charlottes Rezept: Vegane Schoko-Kokos-Cookies

100g Zucker, 75g Zuckerrübensirup, 1 TL Vanillezucker, 125g vegane Butter oder Pflanzenmargarine, 2 Esslöffel Apfelmus, 1 Prise Salz, 200g Mehl, 1 TL Weinsteinbackpulver, 2EL Kakao, 200g vegane Kokosschokolade

1. Zucker, Sirup, Vanillezucker, Salz und vegane Butter mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.

2. Apfelmus nach und nach unterheben und weitere drei Minuten mixen

3. Mehl, Backpulver und Kakao mischen

4. Mehlmischung unter den Buttermix heben

5. Schokolade grob hacken und unter den Teig heben

6. Mit einem Esslöffel oder Eiskugelformer Kugeln formen

7. Teigkugeln für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen

8. Ofen auf 210 °C vorheizen

9. Backblech mit Backpapier auslegen

10. Teigkugeln auf das Backblech legen

11. Cookies ca. 8 Min. backen

12. Die noch weichen Cookies aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen