Respekt – Eindrücke vom interreligiösen Gespräch der Jahrgangsstufe 13 am 24.02.26

Respekt war gar nicht das ausgeschriebene Thema des interreligiösen Gesprächs, zu dem die Religions- und Ethiklehrer ihre Kurse eingeladen hatten und das am 24.02. in der Mensa stattfand. Das hieß vielmehr: „Spiritualität – Was gibt meinem Leben Sinn?“ Und so gaben 9 Menschen verschiedener Religionen und Konfessionen zunächst auf dem Podium Auskunft darüber, was ihrem Leben Sinn verleiht und Richtung gibt.

Daniel Wasner für die jüdische Glaubensgemeinschaft eröffnete mit seiner Erfahrung des Heiligen. Frau Fischer Raabe und Frau Funke für die buddhistische Gemeinschaft der SGI, Frau Sarikaya für die Moscheegemeinde Ingelheim, Frau Ruppert und Frau Anders für die evangelische und katholische Konfession, Frau Farad für die koptisch-orthodoxe Kirche und Herr Krautsieder als ehemaliger Bruder der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé spannen den Faden weiter und stellten Zusammenhänge her zwischen der individuellen Spiritualität, dem Berührt-Werden vom Heiligen/ Größeren und ihrem Verwurzelt-Sein in den verschiedenen Glaubensgemeinschaften.

Sie erzählten davon, wie ihr Glaube ihnen Orientierung und Hoffnung gibt. Und wie sie ihn leben, in ihrem Alltag, wie und wo er diesen Alltag prägt.

Die weitaus wichtigeren Gespräche fanden dann aber in kleinen Gruppen von ca. 15 Personen statt, in denen jeweils eine Vertreterin/ ein Vertreter der Religionen für 10 Minuten mit den Schülerinnen und Schülern aus der Jahrgangsstufe 13 ins Gespräch kommen konnte.
Im kleinen Rahmen eben. Mit der Möglichkeit, das zu fragen, was einen schon immer mal interessiert hat. Oder was neu an Fragen aufgetaucht war. Jeweils nach 10 Minuten wurde dann gewechselt und eine andere Religionsgemeinschaft kam sozusagen in den Kreis.

Da nur vier Wechsel möglich waren, konnte leider nicht jede der 10 Gruppen (Herr Janiszewski kam als Unterstützer noch dazu) auch mit jeder Religionsgemeinschaft in Kontakt kommen, was vielfach bedauert wurde. Aber die Atmosphäre der Gespräche, die Ruhe und Konzentration im ganzen Raum, die Bereitschaft, neugierig zu fragen und aufmerksam zuzuhören – das war beeindruckend – für die Referierenden wie für die Schülerinnen und Schüler. Und auch für die Lehrenden, aus Reli und Ethik. So wurde schlicht und einfach gemeinsam gelebt, was in unserer Gesellschaft und in unserer Schule vielleicht das Wichtigste ist und was man allen Anwesenden gleichzeitig auch als Lob aussprechen darf:

RESPEKT!

Stefan Brilmayer